Bereits jetzt hat der Flugverkehr einen großen Anteil an weltweit ausgestoßenen CO2-Emissionen. Bedenkt man, dass sich der Flugverkehr nach aktuellen Studien in den nächsten Jahrzenten um einiges verfielfachen wird, muss eine solche Entwicklung mit einem effektiven Plan zur Reduzierung der ausgestoßenen Emissionen einhergehen. Hier ist die internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) in der Bringschuld. Trotz des 2016 angekündigten Systems zur Reduzierung und Kompensation von Kohlenstoffen (CORSIA) ist bis Dato nicht viel auf diesem Gebiet geschehen. Einen glaubwürdigen Plan zur Eindämmung der CO2-Emissionen bleibt die ICAO weiterhin schuldig. Daher darf es kein Freifahrtschein mehr für interkontinentale Flüge geben. Wollen wir die Klimaziele von Paris erreichen, müssen wir den Druck auf die internationale Zivilluftfahrtorganisation endlich erhöhen und sie zur Einhaltung ihrer Verantwortung drängen.

Die Gefahr der durch den Straßen- und Luftverkehr ausgestoßenen Emissionen sind hinlänglich bekannt. Wir müssen die Interessen und die Gesundheit der europäischen Bürgerinnen und Bürger im Blick haben. Daher wäre eine mögliche Option, die ich sehr begrüßen würde, den internationalen Flugverkehr in den europäischen Emissionshandel mit einzubeziehen. Eine Ausnahmeregelung, wie sie die Kommission vorgeschlagen hat, haben wir im Europäischen Parlament auf Empfehlung des Umweltausschusses einen Riegel vorgeschoben.

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