Gestern hat das Europäische Parlament das Verhandlungsergebnis zur Neufassung der „Entsenderichtlinie“ bestätigt. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die zeitweise außerhalb ihres Landes arbeiten, werden so deutlich besser vor Ausbeutung geschützt.

Es ist ein wichtiger Erfolg, den wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten errungen haben. Entsandte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können nun nicht wie bislang nur allgemeinverbindliche, sondern auch regionale und branchenspezifische Tarifverträge erhalten. Damit wird die Ausbeutung bekämpft und ein fairerer europäischer Arbeitsmarkt geschaffen.

Ein wichtiger Bestandteil der Entsenderichtlinie ist dabei das Verbot, Kosten wie Anreise und Unterkunft vom Lohn abzuziehen. Es gilt der Stundenlohn zuzüglich der Zuschläge für Kost und Logis.

Für mich ist das Prinzip ‚gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ der notwendige Standard. Von dieser Regelung profitieren nicht nur die Arbeitskräfte, sondern beispielsweise auch Unternehmen, die vor unlauterer lohndumping-Konkurrenz geschützt werden.

Die heute angenommene Richtlinie muss nun bis 2020 in allen Mitgliedsstaaten umgesetzt werden.