Der Europäische Gerichtshof hat am heutigen Mittwoch, 4. Juli 2018, geurteilt, dass die Fluglinie, bei der Kundinnen und Kunden ihr Ticket erworben haben, auch für eventuelle Entschädigungen aufkommen muss.

Die Entscheidung gilt auch dann, wenn der Flug durch eine andere Fluglinie und deren Personal durchgeführt wird.

 

Der EuGH hat heute wieder einmal Klarheit geschaffen. Fluglinien können nicht auf Kosten der Kundinnen und Kunden die Verantwortung hin und her schieben. Das stärkt einmal mehr die Effektivität der entsprechenden EU-Verordnung!.

 

Konflikte zwischen Unternehmen um die Zuständigkeit dürfen nicht dazu führen, dass Passagierinnen und Passagieren ihre gesetzlichen Ansprüche verwehrt bleiben. Es ist bedauerlich, dass in einem solchen Fall überhaupt Gerichte entscheiden mussten. Es sollte im Interesse der Fluglinien sein, vorher entsprechenden Arrangements zu finden. Schließlich dient die Verordnung auch dazu, Anreize für kundenfreundlichere Geschäftsmodelle zu schaffen. In jedem Fall ist es aber begrüßenswert, dass die Verordnung nun klar ausgelegt werden kann.