Heute wurde im Europäischen Parlament in Straßburg der 30.Geburtstag des Erasmus-Programms gefeiert. Die Initiative blickt auf eine überaus erfolgreiche Geschichte zurück und gilt als das Vorzeigeprogramm für gelebte Europäische Integration.

Erasmus+ hat aktuell bereits mehreren Millionen Menschen die Möglichkeit geboten Europa hautnah zu erleben, Kontakte über Staatsgrenzen hinaus zu knüpfen und über den eigenen Tellerrand zu schauen. In Anbetracht der zunehmenden Europaskepsis und wachsender nationaler Tendenzen dürfen wir uns nicht auf den vergangenen Erfolgen ausruhen. Vielmehr gilt es nun, das Programm breiter aufzustellen und die Anzahl der Förderungen zu erhöhen. Ich kann mir zum Bei-spiel sehr gut vorstellen, dass wir auch Jugendlichen aus benachteiligten Verhältnissen so die Möglichkeit geben können adäquate Förderung durch Erasmus+ in Anspruch zu nehmen.

Hierzu muss jedoch der finanzielle Rahmen des Programms angepasst werden. Die derzeitige Mittelausstattung von 14.7 Mrd. Euro entspricht in etwa 1,4% des mehrjährigen Haushaltsplans der Europäischen Union. Das wird zukünftig nicht reichen. Unser mittelfristiges Ziel muss es sein, die finanzielle Grundlage im Rahmen der zukünftigen Finanzplanung weiter zu erhöhen. Wenn wir in unsere Jugend investieren, investieren wir in die Stabilität Europas und gegen zunehmende nationalistische Tendenzen.

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