Die EU-Kommission hat heute, wenngleich auch unter Auflagen, die Übernahme des amerikanischen Saatgutproduzenten Monsanto durch den deutschen Chemie- und Pharmakonzern Bayer genehmigt.Voraussetzung für die Fusion ist, dass Bayer sich unter anderem dazu verpflichtet, den Großteil seines weltweiten Saatgut-Geschäftes an das deutsche Chemie-Unternehmen BASF zu verkaufen. So soll gewährleistet werden, dass auf den Märkten für Saatgut und Pflanzenschutzmittel keine Monopolstellung entsteht.

Ich bedauere die Genehmigung dieses Zusammenschlusses, die das Erwachsen des weltweit größten Anbieters von Produkten der Agrarchemie ermöglicht!

Nach meinem Verständnis von einem fairen Wettbewerb, ist der Verkauf des Saatgutgeschäftes der Bayer AG, an den in diesem Verhältnis zu kleinen Hersteller BASF, keine ausreichende Bedingung.

Eine Fusion in solchen Größenordnungen hätte in meinen Augen verhindert werden müssen, um beispielsweise eine Preissteigerung zu vermeiden, die erfahrungsgemäß mit derartigen Übernahmen einhergeht. Die Gefahr ist groß, dass auf dem Markt künftig kein wirksamer Produkt- und Innovationswettbewerb herrscht und Landwirte in Abhängigkeit von einzelnen Großkonzernen geraten.